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Foto: © ddzphoto – pixabay

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Ziele des Projektes

In der ersten Förderphase des Projektes wurden Nachhaltigkeitspotenziale bestehender Gewerbegebiete in drei Städten analysiert, Ansatzmöglichkeiten für die nachhaltige Transformation dieser hierbei meist vernachlässigten urbanen Räume entwickelt und ausprobiert. Gerade ältere Gewerbegebiete weisen aufgrund hoher Versiegelungsraten, geringer Durchgrünung und weiterer struktureller Defizite erhebliche stadtklimatische, ökologische und städtebauliche Probleme auf. Sie geraten gegenwärtig – gerade in wachsenden Städten – stärker in den Fokus, weil auch hier eine nachhaltige Transformation notwendig wird. Die Änderung der Baugesetze mit der Einführung der Kategorie „Urbane Gebiete“ erhöht in einer Reihe von Kommunen in Hinblick auf mögliche Wohnnutzung den Veränderungsdruck.

Mit dem in der ersten Förderphase gewählten Netzwerksansatz und der erfolgreichen Aktivierung von Akteuren, insbesondere von Unternehmen in den beteiligten Gewerbegebieten, ist es gelungen eine ganze Reihe von Maßnahmen für eine Transformation anzustoßen und durchzuführen. In der zweiten Phase sollen zusammen mit den Modellstädten, Transferstädten und ihren Gewerbe-gebieten die Erfahrungen für eine weiter optimierte Akteursansprache und Netzwerkbildung genutzt und im Sinne der Übertragbarkeit aufbereitet werden. Dafür werden die Ergebnisse der ersten Förderphase mit den Transferstädten tiefergehend erprobt. Gleichzeitig wird die Beobachtung der längerfristigen Entwicklung der Modellgebiete, die seit Beginn dabei sind, in die Weiterentwicklung übertragbarer Lösungskomponenten einbezogen.

Aufgrund der erarbeiteten Kenntnisse über Potenziale für die Steigerung der Biodiversität, der stadt-klimatischen Verbesserung, der Regenwasserbewirtschaftung und möglicher energetischer Optimierungen können die notwendigen Bestandsanalysen neuer Gebiete effizienter gestaltet werden. Als wichtiger neuer Ansatz ist die Untersuchung von Potenzialen multifunktionaler Nutzung von Freiflächen, Verkehrsflächen, Lagerflächen u.a. geplant. Eine höhere Flächeneffizienz durch die Verknüpfung unterschiedlicher öffentlicher und privater Nutzungen verspricht erhebliche Nachhaltigkeitspotenziale. Der erfolgreiche transdisziplinäre Ansatz der ersten Phase wird dabei fortgeführt und durch einen fachlichen Austausch über Webinare und Schulungen ergänzt, der sich in der ersten Phase als Bedarf herausgestellt hat. Handlungsleitfäden und Baukästen mit Ansatzmöglichkeiten werden weiterentwickelt und durch die geplante Umsetzung von zwei experimentellen Versuchsflächen zur praktischen Erprobung multifunktionaler Nutzung auch planungspraktisch ergänzt.

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